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Der Spritverbrauch steigt mit steigender Geschwindigkeit überproportional an. Das geht in erster Linie auf die physikalische Größe des Luftwiderstands zurück. Dieser wächst quadratisch zur Geschwindigkeit und verursacht so bei schneller Fahrt einen drastischen Widerstand. Weiterhin arbeitet der Motor im Höchstgeschwindigkeitsbereich keineswegs mehr im Bereich des optimalen Wirkungsgrades. Der Motor muss quasi eine Leistung erbringen für die er hinsichtlich seiner Konstruktion nicht ausgelegt ist. Der zusätzliche Spriteinsatz steigt im Verhältnis zum erlangten Geschwindigkeitsanstieg überproportional an. Das liegt neben dem steigenden Windwiderstand auch an der inneren Reibung und somit Energieverlusten welche mit wachsender Drehzahl zunehmen. Die Fachzeitschrift AUTO BILD machte im Artikel "WAS KOSTET VOLLGAS?" (Heft 19/2006) den Vergleich. Ein Mercedes C180 K verbrauchte bei konstant 150km/h um 8,8l/100km, bei 223km/h Höchstgeschwindigkeit waren es 18,1l/100 km/h.
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Eine Faustformel für den Grenzwert eines noch sinnvollen Spriteinsatzes liegt bei etwa 3/4 der werksseitig angegebenen Höchstgeschwindigkeit. Empirisch lässt sich beobachten dass ein zeitlicher Vorteil durch schnelles Fahren nur in seltensten Fällen eintritt. Am besten macht man sich selbst ein Bild davon indem man zwei Vergleichsfahrten (schnell/langsam) hinsichtlich Zeitaufwand und Spritverbrauch erfasst. Das überraschende Ergebnis: 10% Zeitersparnis stehen häufig 20-30% Mehrverbrauch gegenüber. Dieser Effekt verstärkt sich besonders bei Wegstrecken mit verkehrsreichem Autobahnanteil. Also: Lieber rechte Spur mit konstant 90 km/h fahren als hektische Brems- und Beschleunigungsvorgänge auf der linken Spur.